COLD BREW COFFEE
Alles andere als kalter Kaffee!
Cold Brew Coffee, also kalt
„gebrühter“ Kaffee: geht nicht oder gibt’s nicht? Von
wegen! Wenn Sie Kaffee nicht „à la minute“ zubereiten
müssen, ist kalt angesetzter Kaffee eine interessante
Alternative mit einigen Vorteilen.
Bei der herkömmlichen Zubereitung von Kaffee, werden den
gemahlenen Kaffeebohnen mittels heißem Wasser die
Inhaltsstoffe in möglichst kurzer Zeit entzogen. Wer es
nicht ganz so eilig hat und seinen Kaffee schon im Voraus
bzw. auf Vorrat zubereiten möchte, kann dies auch mit
kaltem Wasser erledigen. Dies braucht jedoch seine Zeit.
Bei der im Folgenden beschriebenen Methode werden 90% der
aromagebenden Stoffe, sowie der normale Koffeeingehalt aus
dem Kaffee extrahiert. Studien haben zudem gezeigt, dass
das „Kaffee-Konzentrat“, das man bei der kalten Extraktion
erhält, etwa 70% weniger Säuren und Bitterstoffe enthält,
als herkömmlicher Filterkaffee der selben Bohne. Das
Ergebnis ist also ein säure- und reizarmer Kaffee, der auch
für empfindliche Mägen gut verträglich sein dürfte. Das
gewonnene Konzentrat lässt sich gut 2 Wochen aufbewahren
und muss dann bei Bedarf für den Verzehr nur noch
entsprechend verdünnt werden.
Besonders auf dem amerikanischen Markt gibt es inzwischen
einige Geräte und Hilfsmittel (hierzu finden Sie
weiterführende Links weiter unten auf dieser Seite), die
die Herstellung eines solchen Kaffeekonzentrats erleichtern
sollen. Hier aber nun eine einfache Anleitung, wie man dies
auch mit haushaltsüblichen Gerätschaften bewerkstelligen
kann:
Für das Kaffeekonzentrat
benötigen Sie 1 Liter kaltes Wasser, 200 Gramm Kaffee
(Filterkaffee-Röstung!), ein ausreichend großes Gefäß für
den Kaffeeansatz, ein Löffel zum Umrühren.
Falls Sie die Kaffeebohnen
selber mahlen, darf dies ruhig etwas gröber sein, etwa wie
für eine French-Press-Kanne.
Eine Handmühle liefert auf
jeden Fall den gewünschten Mahlgrad gut.
Bei der benötigten Menge kann
das manuelle Mahlen aber schnell ziemlich anstrengend
werden. Eine elektrische Kaffeemühle ist sicher eine
Erleichterung! Wem das Selbermahlen insgesamt zu mühsam
ist, kann zur Not auch auf bereits vorgemahlenen
Filterkaffee zurückgreifen.
Der gemahlene Kaffee wird nun
in das große Gefäß gegeben. Ein weithalsiges Gefäß
erleichtert die Arbeit und das spätere Reinigen.
Nun wird das kalte Wasser dazu
gegossen.
Die Mischung wird gut
durchgerührt...
... und anschließend
verschlossen, z. B. mit Frischhaltefolie.
Jetzt muss die Mischung etwa 12 Stunden bei
Zimmertemperatur stehen bleiben.
Nach 12 Stunden Ruhezeit kann
die Mischung filtriert werden. Dieser Vorgang kann
eventuell länger dauern, dies hängt vom Mahlgrad des
Kaffees und vom verwendeten Filterpapier ab. Falls zu viele
Partikel den Filter verstopfen, sollte man das Gemisch
vorher durch ein feines Sieb schütten und so schon den
Großteil der festen Partikel herausholen, bevor man die
Mischung durch ein Filterpapier schüttet.
Das so gewonnene
Kaffee-Konzentrat kann nun im Kühlschrank aufbewahrt
werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass aufgrund im
Konzentrat enthaltenen antibakteriellen Inhaltsstoffe das
Konzentrat auch nach 4 Wochen noch unbedenklich verzehrt
werden kann. Jedoch sollte das Kaffeekonzentrat wegen der
flüchtigen Aromastoffe nach etwa 2 Wochen aufgebraucht
werden.
Wenn Sie nun einen „frischen“
Kaffee aus dem Konzentrat zubereiten möchten, benötigen Sie
nur noch heisses Wasser!
Geben Sie dazu 1 Teil des
Konzentrats in eine vorgewärmte Tasse...
... und verdünnen Sie dieses
mit 2 Teilen heißem Wasser für einen stärkeren Kaffee oder
mit 3 Teilen heißem Wasser für einen dünneren Kaffee.
Neben der Zubereitung von
normalem Filterkaffee eignet sich das Konzentrat auch
besonders gut für Eiskaffee. Dazu das Konzentrat
beispielsweise mit einer Kugel Eis, verdünnt oder
unverdünnt, oder auf Eiswürfel mit gezuckerter Kondensmilch
genießen!
Links zum Thema COLD BREW COFFEE:
www.hourglasscoffee.com
www.toddycafe.com